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    Zur Geschichte der Jugendarbeit in Halstenbek

    Seit 1974 gibt es in der Gemeinde Halstenbek die Entscheidung, sich mit Geld und Personal um die jungen Menschen, die hier leben, zu sorgen. In der Zeit, als in Deutschland die ersten selbstverwalteten Jugendzentren eröffneten (wie es zB in unserer Nachbarschaft in Rellingen eins gab – das „Weiße Haus“), wollte man Räume finden, in denen Kinder und Jugendliche sich wohlfühlen. Ein einzelner Jugendpfleger machte sich auf die Suche und entdeckte ein altes Lehrlingsheim für Baumschullehrlinge am Rand des Ortes, das nicht mehr gebraucht wurde. Als die Autobahn A23 gebaut wurde und das selbstverwaltete Jugendzentrum vom Beton begraben wurde, setzten sich Rellinger und Halstenbeker Politiker bei einem legendären Grünkohlessen zusammen und dachten sich, man könne doch alles viel besser und sparsamer gestalten, wenn man eine Jugendarbeit für zwei Gemeinden zusammen führte. Der „Zweckverband Jugendzentrum Halstenbek-Rellingen“ wurde gegründet, 3 Jugendpfleger eingestellt.

    Das Verständnis zwischen zwei nachbarlichen Orten ist aber nicht immer zum Besten und auch die Jugendlichen fühlen sich nicht unbedingt direkt an der Autobahn auf der Gemeindegrenze zuhause. Eine Hauptbedingung für gute Jugendarbeit konnte nicht erfüllt werden: Flexibilität in den Angeboten. Anfang der 90er Jahre wurde dies erkannt und die Arbeit an neuen Konzepten begann. Zusätzlich wuchs ein neues Problem in den Baumschulgemeinden, eine bundesweit bekannte NeoNazi-Bewegung, die hier ein Zentrum bildete.

    Die Jugendarbeit begegnete dieser gesellschaftlichen Herausforderung mit einem einzigartigen Busprojekt. In einem alten Setra-Reisebus, der zum Treffpunkt umgebaut wurde und an 4 wöchentlich wechselnden Standorten den Jugendlichen dahin folgte, wo sie sich aufhielten, waren auch die rechtsradikalen Jugendlichen willkommen.

    In den langwierigen Verhandlungen über ein neues Konzept stellte man so starke Differenzen fest, dass die Gemeinden sich 1996 trennten und den Zweckverband auflösten. Das „A23“ wurde geboren, nun mit 3 eigenen Mitarbeiter/innen und unter der alleinigen Regie der Gemeinde Halstenbek. Nach einem Brandanschlag wurde das Busprojekt aufgegeben und eine Filiale des Jugendzentrums in Krupunder in der Arche Noah eröffnet.

    Zu Beginn des neuen Jahrtausends veränderte sich die Jugendarbeit in Halstenbek erneut gravierend. Die Schulen wurden mit verschiedenen Projekten einbezogen und eine Position im Rathaus eingerichtet, um diese neuen Aufgaben zu planen – die Ortsjugendpflege.

    Ein neuer Jugendplan wurde verabschiedet, große Ferienprogramme auf dem Sportplatz mit vielen ehrenamtlichen Helfern angeboten und so der Wunsch verdeutlicht, in die Mitte des Ortes zu ziehen.

    Die Zusammenarbeit mit den Schulen wurde immer intensiver und fand ihren Platz in einer der ersten Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein, der Offenen Ganztagsschule an der Grundschule Bickbargen. Zusammen mit der Grundschule wurde eine Mensa gebaut und der Jugendtreff für Krupunder dort eröffnet: das bbc .Eine zweite Ganztagsschule wurde von der Ortsjugendpflege eingerichtet- in der Gemeinschaftsschule am Rathaus.

    Als in der Gemeindevertretung beschlossen wurde, eine neue Grund- und Gemeinschaftsschule zu bauen, sehen alle eine große Chance darin, nun endlich das „A23“ mitten in den Ortskern von Halstenbek zu holen.

    Inzwischen ist auf Initiative der Ortsjugendpflege ein großes Kunstprojekt am Halstenbeker S-Bahnhof entstanden- das Bahnhofserwachen. Unter Mitwirkung von 80 Kindern- und Jugendlichen

    wurde ein ehemaliger Schandfleck in einen schönen Bahnhof verwandelt, der die Geschichte der Baumschulen thematisiert.

    Seit 2011 gibt es nun ein neues Jugendzentrum gegenüber von diesem Bahnhof und wurde gemeinsam mit den Besucher/innen als Jugendbahnhof benannt - JubA23!

     
    JubA23